Statussymbole sind immer noch wichtig

ABIS Feature

Wenn von Selbstverantwortung der Mitarbeiter, neuen Führungsrollen und agilen Strukturen die Rede ist, wird immer auch die neue Generation an Nachwuchskräften angesprochen, die mit ihren Visionen und Wünschen die Arbeitswelt reformieren. Sinn stiftende Arbeit, Teamspirit und eigenes Wohlbefinden stünden im Vordergrund. Es ginge darum, gemeinsam etwas zu erreichen und das Unternehmen voran zu bringen. Co-working spaces, Tischkicker und Wochenend-Trips nach Lissabon seien die Statussymbole von New Work.

Umso mehr erstaunt das Ergebnis des aktuellen Hernstein Management Reports 2017. Junge Top-Führungskräfte streben genauso nach klassischen Statussymbolen wie ihre Kollegen der Generation X.

42 Prozent von ihnen gaben in einer Studie von 1.585 befragten Führungskräften und Unternehmern aus Deutschland und Österreich an, dass Ihnen der hierarchische Status im Unternehmen wichtig sei. Junge Führungskräfte im Top-Management sind in der Regel deutlich statusorientierter als die Kollegen im mittleren Management.

Am wichtigsten sei das Spesenkonto (22%) sowie die Möglichkeit, 1. Klasse zu reisen (22%) und das neueste Handy zu besitzen (21%). Darüber hinaus schätzen die jungen Führungskräfte ein repräsentatives Büro, Markenkleidung, einen eigenen Firmenwagen und vor allem eine eigene Assistenz.

Quelle: Hernstein Management Report 2017, kostenloser Download unter bit.ly/2vPFRBu

All diejenigen, die über agile Führungsstrukturen und New Work Ansätze nachdenken, sollten diesen Aspekt im Hinterkopf behalten. Unsere Erfahrung zeigt, dass viele Führungskräfte aktuell den Verlust von Status und Anerkennung befürchten. Nicht nur, dass VUCA ihre Routinen auf den Kopf stellt. Sie stellen die berechtigte Frage "Woran erkennen meine Freunde morgen, dass ich im Unternehmen durch meine Leistung und mein Engagement Herausragendes leiste?"